Vodafone verärgert Kunden mit unerlaubter Telefonwerbung

Gericht urteilt: Keine Anrufe ohne vorheriges Einverständnis

06.08.2013
Ärgerlicher Mann am Telefon; Bildquelle: istockphoto.com/Yuri Arcurs
Unerlaubte Telefonwerbung immer noch ein großes Ärgernis.
Bildquelle: istockphoto.com / Yuri Arcurs


Vodafone darf Bestandskunden nicht ohne vorheriges Einverständnis zu Werbezwecken anrufen oder anrufen lassen. Das hat das Landgericht Düsseldorf nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) entschieden.

 

Das Unternehmen rief eine Kundin an, um für den Abschluss eines neuen Festnetzvertrags zu werben, obwohl sie keine Werbeeinwilligung erteilt hatte. Gemeldet hatte sich ein Werber im Auftrag von Vodafone. Dessen Verhalten sei dem Unternehmen zuzurechnen, urteilte das Landgericht.

Kein Einzelfall

Der vzbv hatte vier ähnlich gelagerte Sachverhalte vorgetragen. Dem Gericht genügte jedoch bereits ein Fall, um die beanstandete Werbepraxis zu untersagen. Die betroffene Verbraucherin hatte außerdem mitgeteilt, dass der angebotene Vertrag sogar teurer und mit einer längeren Laufzeit verbunden gewesen sei. Erst mit Hilfe der
Verbraucherzentrale sei ihr Widerruf akzeptiert worden. Diese Schilderung deckt sich mit zahlreichen dem vzbv
vorliegenden Beschwerden.

Verbraucher. die sich durch unerlaubte Telefonwerbung belästigt fühlen, können sich an die Beratungsstellen der Verbraucherzentralen wenden: www.verbraucherzentrale.de

Urteil des LG Düsseldorf vom 19.07.2013 (38 0 49/12)